20.03.2007
Jahresjugendbericht
Das Jahr fing wie immer mit der Frühjahrswanderung an. Da diese Fortbewegungsart des Wanderns für viele der Jugend viel zu langsam war, tobten sich dann sogar unsere Jüngsten von gerade mal 9 und 10 Jahren beim Senziger Heidelauf und Motzener Waldlauf aus. Die größeren versuchten sich zusätzlich noch bei den offenen Ostdeutschen Ergomeisterschaften in Schwedt.
Die Rennruderer konnten dann unter der Leitung von Jens Fröhlich schon im März, zuerst mit Gigbooten und später auch mit Rennbooten, durch den offenen Teil der zugefrorenen Gewässer rudern. Obwohl man zum Anruderdatum noch über das Wasser bis Bindow hätte laufen können, war genau an diesem Tag auch eine Bootsbreite Wasserspur bis zum Bindower Fließ frei.
Für die erste Regatta des Jahres, der Grünauer Frühjahrsregatta, gab es für die Rennruderer ein einwöchiges Trainingslager, da die Osterferien direkt vor der Regatta lagen. Für die meisten hat es was gebracht, nicht jeder hat sich darüber gefreut, aber allen hat die Müllermilch, die es als Belohnung gab, gut geschmeckt. Zur Regatta hagelte es zwar keine Siege, aber auf jeden Fall bekam jeder die Erkenntnis, dass man auch mit den Rennbooten nach Grünau rudern kann und auch, wenn der Fluss nur 2 m breit ist, nicht umkippen muss.
Zu der Frühjahrsregatta in Rüdersdorf sind dann zum ersten Mal 2 Ruderer aus der jüngsten Ruderriege, Jonas Möckel und Alexander Huschke mit 10 Jahren, gestartet und konnten so wichtige Erfahrungen bei ihrer ersten offiziellen LRV-Regatta sammeln. Und diejenigen, die nicht mitfuhren halfen fleißig beim Drachenbootcup mit, denn ihre Hilfe wurde dort ach dringend gebraucht.
Zur Landesmeisterschaft reisten wir auch wieder an und konnten dort unsere Freundschaften mit der Jugend des Kyritzer Rudervereins wieder auffrischen, da das Essenzelt und die Schlafzelte in einer gemeinschaftlichen Runde aufgestellt wurden. Und wir konnten die Erfahrung sammeln, dass man im strömenden Regen nicht versuchen sollte die Boote abzuschlagen, wenn man keinen Schlüssel für den Bootsanhänger hat, um an die Werkzeuge zu kommen.
Zur Kreismeisterschaft wurden viele Boote wieder von Jung und Alt nach Klein Köris gerudert. Dieses Jahr waren wir im Gegensatz zum letzten Jahr wieder der beste Verein, auch weil wir so viele fleißige sehr kleine Ruderer haben, die mit viel Elan ruderten und mithalfen. So konnten wir dieses Jahr zum Beispiel wieder 3 Vierer in der Alterklasse bis 10 Jahre ins Rennen schicken.
Zum Anfang der Sommerferien fand natürlich auch wieder das Zeugnisgrillen statt, wo sich die vielen Kinder, die erschienen waren, dann an ihren brennenden Zeugniskopien erfreuen konnten und auch anderweitig viel Spaß hatten. Die Eltern konnten die Zeit nutzen, um sich untereinander wieder etwas besser kennen zu lernen.
Auch bei der Spreewaldfahrt stieg der Anteil an Jugendlichen, die auch mit einer Überzahl an Erwachsenen viel Spaß hatten, trotz des teilweise nicht ganz so schönen Wetters. Und wenn sich die Erwachsenen abends mit Alkohol und lustigen Gesprächen beschäftigten, blieb es ihnen ja immer noch offen einfach den Fernseher anzumachen und bis tief in die Nacht fern zu sehn, wenn keine anderweitige Beschäftigung gefunden werden konnte.
In Gussow zum Gänsekeulenessen, waren überraschenderweise fast die Hälfte der Anwesenden Kinder, aber warum sollte ihnen auch nicht das schmecken, was den Großen schmeckt.
Bei der Weihnachtsfeier zum Abschluss des Jahres waren sogar mehr Kinder als Erwachsene anwesend, was die Stimmung natürlich nur noch verbessern konnte. Obwohl es dieses Jahr keinen Schnee für eine gepflegte Schneeballschlacht gab, wurde es den Kindern nicht langweilig und jeder freute sich über die Geschenke, auch ohne Schnee.
Roland Kühn









