18.01.2004
Ruderergometermeisterschaft in Schwedt
Wassersportverein Königs Wusterhausen ruderte auf dem Trockenen...
Rudern im Winter? Riesen Erfolg für Margit Schinkel Was gibt es Schöneres, als sich an einem nasskalten, verschlafenen Sonntagmorgen in aller Herrgottsfrühe, wenn alle normalen Menschen die Bettdecke noch mal über den Kopf ziehen, zu treffen?
Der erste Ruderergometer -Wettkampf des WSV KW in Schwedt! Kein normaler Wettkampf, sondern die Offenen Ostdeutschen Meisterschaften, das ist die WM -Qualifikation für Boston. Nachdem wir unsere müden Körper am Sonntag, dem 18.01.2004 aus den Betten gequält hatten, trafen wir uns 6:00Uhr in KW und fuhren mit einem Bus gen Schwedt.
Durch unseren Trainer Jens Fröhlich war die Hinfahrt wie der Name schon vermuten lässt sehr kurzweilig... Gegen 7:30Uhr kamen wir an und schauten uns erst mal gründlich um. Mit gemischten Gefühlen betraten wir die Sporthalle "Neue Zeit". Zu unserer Überraschung passt der Name sehr gut. Denn es ist eine hochmoderne Sporthalle, die ihresgleichen sucht und uns Bewunderung abrang...
Wir hatten uns das alles ganz anders vorgestellt und staunten nicht schlecht über die große Tribüne und die Computer -Vernetzung der Ruderergometer mit Bildschirmen und Beamern an der Decke...
Wir zählten 16 Ruderergometer für den Wettkampf und 13 zum Erwärmen. Die Spannung auf den Wettkampf stieg... Wie würde es wohl werden, wo würden wir stehen...? Dann ging es endlich los... Teilnehmer aus ganz Deutschland und Polen sowie die zwei erfolgreichsten Sportschulen aus Brandenburg (Potsdam und Brandenburg) waren angereist und der TV -Sender RBB war live vor Ort. Jubelnde Fans, laute Musik, brüllende Trainer und die anfeuernden Rufe der Mannschaft spornten uns alle zu Höchstleistungen an. Die aktuelle Rangliste wurde über Bildschirme zwischen den Ergometern und über einen Beamer an einer Leinwand simultan angezeigt. Höchstleistungen waren auch von den Betreuern und Mannschaftsmitgliedern gefragt, denn einige Wettkampfteilnehmer waren nach dem Wettkampf so erschöpft, dass sie nicht mehr aus eigener Kraft aufstehen konnten und weggetragen werden mussten...
Nach meinem Wettkampf war ich völlig ausgebrannt und brauchte rund 1 Stunde, um mich von dieser Anstrengung zu erholen. Aber so ging es vielen Wettkämpfern. Wer keinen Muskelkater mit nach Hause nehmen konnte, muss sich mit einem mittleren Gehörschaden zufrieden geben, denn die Musik war so laut, dass wir unseren brüllenden Trainer kaum hören konnten, obwohl er nur einen halben Meter hinter uns saß...
Und er gab sich wirklich alle Mühe... (Das Angenehme daran ist, dass unsere nächste Trainingseinheit recht ruhig verlaufen wird, da unser Trainer durch seine ermutigenden Worte am Ergometer seine Stimme fast verloren hat und bereits am Abend sehr heiser war...) In der Mittagspause gab es eine aufregende Tanzeinlage.
Und hier sind unsere Ergebnisse:
Margit Schinkel 1. Pl. Masters weiblich D 12 Gegner
Mathias Stein 4. Pl. Masters männlich A 21 Gegner
Roland Kühn 4. Pl. Junioren A Leichtgewicht 9 Gegner
Udo Schulze 10 Pl. Junioren B 48 Gegner
Philipp Meyne 13. Pl. Junioren B 48 Gegner
Paul Gleichmann 22. Pl. Kinder AK 13 26 Gegner
Insgesamt war die Veranstaltung gut durchorganisiert, alle Wettkämpfe fanden ohne Verspätung statt. An dieser Stelle einen großen Dank für die reibungslose Durchführung und die Mühe an den Veranstalter! Vielen Dank auch an die Trainerschaft des WSV, die es uns ermöglicht hat, an diesem Wettkampf teilzunehmen! Nach einem interessanten, anstrengenden und bunten Tag ist unser Fazit: Es hat großen Spaß gemacht! Wir werden hart trainieren! und: "Hasta la vista, wir kommen wieder!"
Philipp Meyne (WSV KW)








